Neuigkeiten rund um Danyal Bayaz

Barrierefreiheit: Selbsterfahrung durch Perspektivenwechsel

Barrierefreiheits-Tour von Hockenheim nach Schwetzingen

 | Berlin

Selbsterfahrung durch Perspektivenwechsel – unter diesem Motto waren der Bundestagsabgeordnete Dr. Danyal Bayaz, der Landtagsabgeordnete Manfred Kern und die Grünen Kurpfalz-Hardt auf einer Barrierefreiheits-Tour unterwegs. Steffen Bühle, Vorstandsmitglied im grünen Kreisverband, hatte einige Rollstühle besorgt, um den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Tour die Möglichkeit zu geben, die kleinen und großen Hindernisse spürbar zu machen, denen Menschen mit Behinderung in ihrem Alltag ausgesetzt sind.

Kopfsteinpflaster oder ein paar Zentimeter zu hoher Bordstein – zu Fuß  kein Problem, im Rollstuhl aber eine kaum zu bewältigende Hürde. „Kompliziert wird es vor allem durch die Widersprüche, die sich teilweise auftun, wenn man den verschiedenen Arten von Behinderungen gerecht werden will. Während sich Blinde oft eine höhere Bordsteinkante zur Orientierung wünschen, wird diese für Menschen im Rollstuhl zur Barriere. Eine einfache Lösung gibt es da nie“, so der Abgeordnete Bayaz. Die Tour sei für ihn eine überwältigende Erfahrung, mit so vielen Hindernissen und Problemen habe er nicht gerechnet.

Steffen Bühle, als Rollstuhlfahrer selbst von vielen Hindernissen betroffen, bilanziert dabei, dass in den vergangenen Jahren zwar schon viel in Sachen Barrierefreiheit erreicht wurde, trotzdem bleibe aber noch einiges zu tun. Veranstaltungen wie die Tour von Hockenheim nach Schwetzingen sind für ihn der Schlüssel dazu, dass das Thema Barrierefreiheit mehr ins Bewusstsein aller rückt und noch mehr in den Fokus genommen wird.

Neben den alltäglichen Hindernissen auf der Straße sind es vor allem die Fahrten mit Bus und Bahn, die Rollstuhlfahrer wie ihn dazu zwingen, für kurze Strecken sehr viel Zeit einzuplanen. Busse ohne Rampe oder die Notwendigkeit, eine Zugfahrt zwölf Stunden vorher über eine kostenpflichtige Nummer anzumelden, seien ein Unding und machen spontane Fahrten mit Bus und Bahn unmöglich, bemängelt er. Christoph Rothfuß, als Teilnetzmanager zuständig für die Regionalbahn zwischen Hockenheim und Schwetzingen und als Verkehrsexperte Gesprächspartner vor Ort, versprach dabei eine deutliche Verbesserung durch die neue Generation von Zügen, die ab 2020 auf der Strecke eingesetzt werden und an jeder Tür eine automatische Rampe besitzen.

Die Gesprächsrunde auf dem Schwetzinger Schlossplatz zum Abschluss der Tour machte nochmals deutlich, wie eindrucksvoll die Erfahrungen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren. Ein Perspektivenwechsel und die Selbsterfahrung der Alltagshürden war hier der beste Weg zu mehr Empathie für Menschen mit einer Behinderung.



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