Neuigkeiten rund um Danyal Bayaz

Delegationsreise zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) nach Paris

Das neue Paris: Cédric Villani & Station F

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Auf Einladung der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin Theresia Bauer besuchte eine Delegation Ende August Paris, um sich über die Entwicklung im Bereich KI und die dazugehörige französische Strategie zu informieren. Drei Tage lang besuchten wir Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsunternehmen und trafen uns mit Wissenschaftler*innen, Politiker*innen und Unternehmer*innen.

Besonders beeindruckend war das Treffen mit Cédric Villani. Er ist Fields-Medaillen-Träger, hat sich En Marche angeschlossen und sitzt jetzt im französischen Parlament. In Sachen KI ist er der absolute Vorreiter und berät Macron zu dem Thema. Villanis Überzeugung ist, dass Nachhaltigkeit im KI-Sektor oberste Priorität haben muss und KI auch helfen kann, bei den Themen wie Ressourceneffizienz und Low-Carbon-Economy weiterzukommen. Doch wir brauchen im KI-Bereich unbedingt klare politische Rahmenbedingungen. Deutschland und Frankreich sollten da gemeinsam voran gehen und sich dafür einsetzen, dass diese Rahmenbedingungen auf europäischer Ebene geschaffen werden. Ich bin sicher, mit Leuten wie Cédric Villani kann es gelingen. Auch in Deutschland müssen wir es schaffen, dass kluge Köpfe wie er in die Politik und Parlamente gehen. Wer Großes in der Mathematik leistet, kann auch für die Gesellschaft großen Mehrwert stiften.

Apropos groß: Wir hatten auch einen Termin in der Station F. Sie ist mit fast 10.000 Startups unter einem Dach der weltweit größte Startup-Campus. In Deutschland möchte ich, dass wir - ganz im Sinne unseres Mittelstandes und Hidden Champions - dezentrale Strukturen stärken. Aber um international mitspielen zu können, wäre ein Startup-Hub nach Pariser Vorbild enorm wichtig. Es ist die Aufgabe der Politik hier große Unternehmen als Partner zu gewinnen, um etwas Ähnliches auf die Beine zu stellen. Im Bereich KI bietet sich Baden-Württemberg mit den Regionen Cyber Valley um Tübingen und den starken Forschungseinrichtungen in Karlsruhe und Freiburg an.

Mein Fazit: Um bei künstlicher Intelligenz vorne mitzuspielen, benötigen wir mehr menschliche Intelligenz. Um das zu gewährleisten brauchen wir die bestmögliche europäische Vernetzung und effektive Wissenstransfers. Frankreich und Deutschland, insbesondere Baden-Württemberg, sind dafür prädestiniert, grade in der Gesundheits- und Automobilindustrie. Doch müssen wir uns auch über die Rahmenbedingungen Gedanken machen: Wie schaffen wir es Deutschland und Baden-Württemberg noch attraktiver zu machen, um Talente  aus dem KI-Sektor anzulocken? Wie kommen wir an die nötige Hardware und brauchbare Daten? Elementar dabei wird, dass wir die Regeln mitgestalten und in Europa wertebasierte KI-Standards setzen. Wir wollen und sollen bei der KI die Dinge anders machen als das Silicon Valley oder China.

Ich bin gespannt, was wir im KI-Bereich anstoßen können. Die Delegationsreise nach Paris hat viele Möglichkeiten aufgezeigt. Jetzt muss die Bundesregierung nachziehen und endlich eine zukunftsweisende, nachhaltige und am Gemeinwohl orientierte Strategie formulieren.



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