Neuigkeiten rund um Danyal Bayaz

Bundestagsabgeordneter Dr. Danyal Bayaz zu Besuch in der Bruchsaler Justizvollzugsanstalt

Das erste Mal hinter Gittern:

 | Vor Ort

„Es ist eine extrem wichtige Arbeit, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Gesellschaft leisten, für die Sicherheit der Menschen in der Region, aber auch langfristig für die erfolgreiche Resozialisierung von Straftätern“, betonte der Bundestagsabgeordnete Dr. Danyal Bayaz bei seinem ersten Besuch in der JVA Bruchsal - nach Stuttgart, Mannheim und Freiburg die viertgrößte Justizvollzugsanstalt im Land.

650 Häftlinge verteilt auf zwei Standorte verbüßen hier derzeit eine Haftstrafe: 450 im Herzen von Bruchsal nahe dem Schloss, 200 in der Außenstelle Kislau. Fänden sich unter letzteren viele „leichte Fälle“ wie Ersttäter und Selbststeller, zähle Bruchsal mit 60 zu lebenslanger Haft Verurteilten landesweit eher zu den Schwergewichten, erklärte der leitende Regierungsdirektor Thomas Weber dem Abgeordneten in einer Gesprächsrunde mit dem Stellvertretender Anstaltsleiter Dr. Matthias Eichinger und Vollzugsdienstleiter Heinrich Graf sowie den Anstaltsseelsorgern Peter Holzer von der katholischen Kirche sowie sein evangelischer Kollege Jörg Waterstraat.

Zu einem völlig neuen Glauben gefunden? „Das haben eher einzelne Häftlinge und würde mich in großer Zahl auch eher sehr skeptisch machen!“, betonte Dekan Peter Holzer, der es als seine Aufgabe versteht, Inhaftierten Stabilität und emotionalen Halt zu geben und sie auf dem Weg durch den Vollzug zu begleiten - wenn sie das Angebot annehmen. „Ich muss mit keinem Inhaftierten befreundet sein, um ihn zu unterstützen“, so Dekan Holzer. Gerade eine professionelle seelsorgerliche Begleitung sei eine Chance für die Inhaftierten, in der Zeit hier ein anderes Bild auf Werte, auf Schuldfragen oder eigene Fehler zu bekommen.

„Was Sie und Ihre Kollegen, Justizvollzugsbeamte, Psychologe und Seelsorger hier jeden Tag und jede Nacht mit viel Empathie leisten ohne im Umgang mit den Häftlingen naiv zu sein, ist mehr als nur ein Job“, stellte Danyal Bayaz heraus, der sich beim anschließenden Rundgang durch das Gebäude aus dem Jahr 1848 ein Bild über die konkreten Aufgabenfelder der JVA machen konnte: dringend notwendige Therapieangebote für Häftlinge etwa oder die Möglichkeit, in der Zeit der Haftstrafe eine Schul- oder Berufsausbildung nachzuholen oder abzuschließen.

Was für den einzelnen Menschen bedeutet, wollte Danyal Bayaz im Gespräch mit zwei Häftlingen erfahren, die in der JVA einen Teil ihrer lebenslangen Haftstrafe verbüßen: Ein 35-Jähriger Häftling, der in der JVA Bruchsal die Chance erhält, an zwei bis drei Langzeitbesuchen im Monat Zeit mit seinem zehnjährigen Sohn und seiner Ehefrau zu verbringen und im Haftalltag eine Ausbildung zum Industrieelektriker zu absolviert. Oder ein Mittvierziger, der in Haft das erste Mal bereit war, psychologische Hilfe anzunehmen und an sich zu arbeiten.

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der JVA Bruchsal legen mit solchen Angeboten den wichtigsten Grundstein, um eine erfolgreiche Resozialisierung nach der Haftentlassung überhaupt erst möglich zu machen“, lobte der Abgeordnete Bayaz, der bei seinem Besuch in der JVA aber auch etwas über die Probleme im Anstaltsalltag erfahren wollte. Neben „Klassikern“ wie Drogenhandel unter den Inhaftierten sei dies vor allem zu wenig Personal, so Weber.

Der Abgeordnete und die Anstaltsleitung verabredeten entsprechend, bei diesen und anderen wichtigen Themen und Problemen der JVA Bruchsal auch künftig in engen Austausch zu bleiben - aber auch bei ganz modernen Fragestellungen, wie etwa ob Häftlinge die Möglichkeit bekommen sollten, via Videotelefonat übers Internet leichter Kontakt mit ihren Familien draußen zu halten oder welche Schmuggelgefahr von Drogen über die modernen, alarmgesicherten Gefängnismauern hinweg von ferngesteuerten Drohnen ausgehe. Auch das nehme der Abgeordnete Bayaz, der im Bundestag im Finanzausschuss und im Ausschuss für Digitale Agenda sitzt, aus der Region mit nach Berlin: „Das Thema Digitalisierung hat auch in die historischen Mauern der JVA Bruchsal längst Einzug gehalten.“



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