Neuigkeiten rund um Danyal Bayaz

Diskussionsrunde mit ZEW-Präsident Achim Wambach und dem Bruchsaler Bundestagsabgeordneten Danyal Bayaz

Veranstaltung in der Buchhandlung Majewski

 | Vor Ort

Auf Einladung des hiesigen Bundestagsabgeordneten Dr. Danyal Bayaz war Prof. Achim Wambach nach Bruchsal gekommen, um über sein Buch „Digitaler Wohlstand für Alle?“ zu diskutieren. Wambach ist Präsident des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim, Vorsitzender der Monopolkommission und gilt als einer der renommiertesten Ökonomen Deutschlands.

„Unsere soziale Marktwirtschaft braucht dringend ein Update, um die Herausforderungen des digitalen Zeitalters zu meistern, aber auch um die vorhandenen Potentiale zu heben“, begrüßte Bayaz die zahlreichen Gäste in der Buchhandlung Majewski am Kübelmarkt.

Wambach skizzierte in seinem Vortrag, wie der Arbeitsmarkt der Zukunft gestaltet werden kann und wie es gelingen kann, dass Tech-Giganten wie Apple oder Google in Deutschland angemessene Steuern bezahlen und fairer Wettbewerb möglich ist. Aufgrund ständig neuer Geschäftsmodelle sei es eine Herausforderung, die bestehenden Gesetze an die neuen Formen der Marktwirtschaft anzupassen, gerade auch im Hinblick auf die Schließung von Steuerschlupflöchern. Wambach betonte aber auch die Chancen gerade für Baden-Württemberg, das Land der Auto- und Maschinenbauer, die in der Industrie 4.0 liegen. Es würden Arbeitsplätze durch die Digitalisierung weg fallen, aber auch viele andere hinzukommen. Wichtig sei hier der Ausbau von digitaler Bildung in Schule und Ausbildung, aber auch andauernde Fort- und Weiterbildung.

Nach dem kurzweiligen Vortrag Wambachs konnten die Besucherinnen und Besucher Fragen an den Experten stellen. Die Menschen werden auch in Zukunft ein Recht auf ein analoges Leben haben, das war eine der optimistischen Antworten des Wissenschaftlers auf die zahlreichen Fragen der Gäste im Saal. Die deutsche Politik müsse dennoch dringend darauf achten, einen Rechtsrahmen zu schaffen, indem auch hiesige mittelständische Unternehmen, die nicht massenhaft auf Daten sitzen, faire Wettbewerbsbedingungen hätten, betonte Wambach.

Der Abgeordnete Bayaz, der auch in der Enquete-Kommission des Bundestages zu künstlicher Intelligenz mitarbeitet, pflichtete bei: „Daten sind ein wichtiger Rohstoff für die digitale Wirtschaft. Daher brauchen wir klare Regeln dafür, wie sie entstehen, wem sie gehören und wer Zugang zu Ihnen hat.“ Gerade in der aktuellen Auseinandersetzung mit den USA und China, die teils ganz andere wirtschaftliche und soziale Vorstellungen hätten, sei es wichtig, europäische Konzepte gegenzuhalten.

„Fortschritt und Innovation müssen daher immer auch von klaren ethischen Leitplanken begleitet werden. Allerdings sollten wir uns auch um die wirtschaftliche Umsetzung kümmern. Denn wenn aus China und die USA die neuen Firmen für Künstliche Intelligenz kommen, wir uns aber stattdessen „nur“ um die Ethik der künstlichen Intelligenz kümmern, wäre das keine gute Arbeitsteilung“, so der 35-Jährige. Und natürlich müsse man die digitale Wirtschaft nicht nur sozial gerecht, sondern auch ökologisch nachhaltig gestalten. „Die ganzen Chancen der Digitalisierung bringen uns nichts, wenn wir so weiter wirtschaften wie bislang. Deswegen braucht unsere Marktwirtschaft nicht nur ein digitales, sondern auch ein ökologisches Update, indem beispielsweise CO2 endlich einen Preis bekommt“, so Bayaz abschließend.



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