Neuigkeiten rund um Danyal Bayaz

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

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„Lebendige Erinnerungskultur braucht aktive Unterstützer“

Zum Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus macht sich der örtliche
Bundestagsabgeordnete Dr. Danyal Bayaz für einen Lernort am ehemaligen KZ Kislau stark.

Der jährliche Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus an diesem Sonntag, 27. Januar, ist für den Abgeordneten Danyal Bayaz nicht nur ein wichtiger Tag des Erinnerns an die Gräueltaten der Nazis und die Schrecken des Zweiten Weltkrieges: „Wir denken an diesem Tag auch an ganz konkrete, menschliche Schicksale wie jenem des ehemaligen badischen SPD-Politikers Ludwig Marum, der bereits 1934 im Konzentrationslager Kislau bei Bad Schönborn ermordet wurde“, so Bayaz. Ludwig Marum hat das Schönborn-Gymnasium in Bruchsal besucht, war Landtags- und Reichstagsabgeordneter und hatte jüdische Wurzeln.

Damit Kämpfer für Demokratie wie Marum, die den Nazis zum Opfer gefallen sind, nicht in Vergessenheit geraten, setzt sich der Bundestagsabgeordnete gemeinsam mit vielen Unterstützern aus der Zivilgesellschaft aktiv für die Umsetzung eines Lernortes auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers von Schloss Kislau ein. Der gemeinnützige Verein „Lernort Zivilcourage und Widerstand“ aus Karlsruhe plant in Kislau ein modernes, partizipatives Dokumentationszentrum: Neben der Historie der Gräueltaten der Nationalsozialisten, soll über Schicksale von Menschen aus der Region sowie über den frühen Widerstand in der Bevölkerung informiert werden.

„Aus unserer Geschichte erwächst eine Verantwortung für das Hier und Heute – gerade auch für die junge Generation“, so Bayaz. Vor allem der Antisemitismus stehe aktuell wieder erschreckend hoch im Kurs. „Nirgendwo in Europa werden jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger so oft und offen angefeindet wie bei uns in der Bundesrepublik – das finde ich dramatisch“, betont Bayaz, dies habe eine aktuelle Studie der Agentur der Europäischen Union belegt. „Mit Entsetzen“, stelle er darüber hinaus fest, dass mit der AfD eine Partei im Bundes- aber auch in vielen deutschen Landtagen sitze, die die Erinnerungskultur offen in Frage stelle. Erst in dieser Woche habe man dies im bayerischen Landtag miterleben können, als AfD-Parlamentarier bei der Rede von Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, demonstrativ den Saal verließen. „Das Infragestellen unserer Erinnerungskultur ist auch ein Anschlag auf unsere Demokratie“, so Bayaz.

„Daher wäre gerade jetzt der Lernort Kislau ein wichtiges Zeichen gegen Hass und Intoleranz, gegen das Vergessen und für mehr Menschlichkeit, das wir von Herzen und mit allen politischen und zivilgesellschaftlichen Kräften unterstützen sollten.“ Antisemitismus sei nicht akzeptabel und niemals gesellschaftsfähig, egal ob er nun von rechtspopulistischen Parteien, Rechtsextremen oder Islamisten komme. „Besonders freue ich mich, dass Dr. Michael Blume, der Antisemitismusbeauftragte der Landesregierung in Stuttgart, ein aktiver Unterstützer für den Lernort Kislau ist. Auch der Landtag in Baden-Württemberg sollte jetzt darauf hinwirken, die für den Lernort notwendigen Mittel bereitzustellen“, so Bayaz abschließend. Im vergangenen Sommer war Blume auf Einladung von Bayaz und seines Landtagskollegen Manfred Kern nach Bad Schönborn gekommen, um den engagierten Verein und seine Pläne vor Ort persönlich zu treffen.



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