Neuigkeiten rund um Danyal Bayaz

Organspende: Brauchen wir neue Wege?

Podiumsdiskussion der Grünen Kurpfalz-Hardt und Danyal Bayaz

 | Vor Ort

Am 15.07.19 luden die Grünen Kurpfalz-Hardt und der grüne Bundestagsabgeordnete Danyal Bayaz Expertinnen und Experten aus Medizin und Ethik zu einer Diskussionsrunde ein. Nach Begrüßung durch den Vorstand der Grünen, betonte Bayaz: „Im Herbst sprechen wir im Bundestag über dieses wichtige Thema. Da wird die Entscheidung von den Fraktionsführungen frei gegeben, denn das ist eine ethische Frage, die jeder für sich beantworten sollte.“

Persönliche Erfahrungen als Organempfänger brachte Claus Hecker ein, der zudem auch von seinem Engagement für eine Selbsthilfegruppe von Wartelistepatienten berichtete.

Die Gäste auf dem Podium, Dr. Gertrud Greif-Higer, Geschäftsführerin des Klinischen Ethikkomitees (KEK) Mainz, Neurologe Dr. Michael Rittmann vom Diakonissenkrankenhaus Mannheim, Dr. Thomas Kirschning, Leitender Transplantationsbeauftragter des Uniklinikums Mannheim und Oberarzt Dr. Christian Rupp vom Interdisziplinären Endoskopiezentrum Heidelberg boten dem interessierten Publikum im gut gefüllten Rondeau in Hockenheim einen breiten Überblick über die vielschichtige Thematik. Die Situation fasste Ethikerin Dr. Gertrud Greif-Higer zusammen, dass: „Mehr als der Menschen im Bedarfsfall ein Spenderorgan möchten. Das steht im krassen Gegensatz zu dem erklärten Willen von nur wenigen Menschen, ein Organ spenden zu wollen.“

Angesichts der Debatten um pro und contra Widerspruchslösung aber auch einiger Ängste betonte Dr. Kirschning: „Es wird immer mit den Verwandten gesprochen. Egal, ob der Verstorbene einen Willen zur Organentnahme zu Lebzeiten abgegeben hat oder nicht.“ Dr. Greif-Higer ergänzte: „Es existieren zum Teil vollkommen falsche Bilder im Kopf der Menschen. Es gibt kein „fliegendes Kommando“, das einfach die Organe entnimmt. Die Vorbereitung zur Organspende ist ein langwieriger Prozess, der nur auf einer Intensivstation stattfindet“. Vor Ort war auch die Heidelberger Lokalgruppe der bundesweiten Initiative „Aufklärung Organspende“, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Auseinandersetzung mit Organspende in der Gesellschaft zu fördern, damit mehr Menschen ihren schriftlichen Willen festhalten - egal wie dieser lautet.

Bayaz zeigte sich zum Ende der Veranstaltung hin zufrieden: „ Ich nehme viele Anregungen mit in die abschließende Bundestagsdebatte: Wir müssen Strukturen in den Kliniken verbessern, Organspendebeauftragte stärken, noch bessere Aufklärungsarbeit leisten und den Umgang mit Angehörigen weiter professionalisieren“. Einige Studierende überreichten Bayaz am Ende der Veranstaltung noch einen Pullover und wünschten sich, ihn und Gesundheitsminister Jens Spahn in Berlin besuchen zu können. Ein Wunsch, den Bayaz versuchen wird, zu ermöglichen.



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